Eintrittskarte Tour M Spezial (mit Zeitzeuge J. Rudolph)

Bei dieser Tour handelt es sich um die Tour M mit einem Zeitzeugen (Dauer 2,5 Stunden). Für die gewöhnliche Tour M (2 Stunden) sind Eintrittskarten nicht im Vorverkauf sondern nur am Tag der Führung vor Ort erhältlich! Die Eintrittskarte gilt ausschließlich für Tour M Spezial und nur zum angegebenen Termin und der angegebenen Uhrzeit. Kein Umtausch, Erstattung oder Rücknahme. Bitte beachten Sie: Unsere Zeitzeugen sind nicht mehr die Allerjüngsten. Falls ein Zeitzeuge aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, behalten wir es uns vor, die Tour mit einem anderen Zeitzeugen zu besetzen oder Ihnen vor einer Rückabwicklung des Ticketkaufs einen Ersatztermin anzubieten. Um Sie in jedem Fall informieren zu können, wird im Bestellvorgang von Ihnen mindestens eine gültige Telefonnummer benötigt, bestenfalls geben Sie zusätzlich auch eine E-Mail-Adresse an. • Pro Bestellung können maximal 5 Eintrittskarten erworben werden. • Warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen (Innentemperatur in Teilbereichen der Tour ganzjährig ca. 10°C). Ein Teil der Tour findet im Freien statt. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden. • Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum, welches mit der Thematik Kalter Krieg, Deutsche Teilung, Berliner Mauer vertraut ist. Sie ist daher nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen. Kinder unter 7 Jahren können generell an unseren Führungen nicht teilnehmen. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, mittels Tunneln die tödlichen Sperranlagen zu überwinden. Das erste Tunnelprojekt »lief« im Oktober 1961, das letzte scheiterte im Jahre 1984. Insgesamt gab es mehr als 70 tatsächlich begonnene Fluchttunnelvorhaben, von denen jedoch nur 19 erfolgreich waren. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und der DDR-Staatssicherheit entstand. In der Tour M erzählen wir nicht nur die Geschichte(n) der Fluchttunnel. Auch die »Geisterbahnhöfe«, ihre scheinbar perfekte Sicherung gegen sogenannte Grenzverletzer und das Absperren der Kanalisation gegen unterirdische Fluchtversuche finden ausgiebig Erwähnung. Nach dem Besuch der thematischen Ausstellungsräume in der Zivilschutzanlage Blochplatz geht es per »U-Bahn-Shuttle« zur Bernauer Straße, einem der Schwerpunkte im Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur 350 Metern wurden die Grenzsperranlagen hier siebenmal untertunnelt. Nahe diesen authentischen Schauplätzen führt der Weg erneut in die Tiefe. In den historischen Gewölben der einstigen Oswald Berliner-Brauerei erzählen wir anhand maßstabsgetreuer Modellstollen die Geschichte von drei gescheiterten Projekten. Der wieder freigelegte Brauereibrunnen ermöglicht einen Blick auf den Grundwasserspiegel in 14 Metern Tiefe. Aufgrund dieser besonderen Situation konnten sehr tief liegenden Fluchttunnel gegraben werden, darunter der berühmte »Tunnel 29« und der »Tunnel 57«, über die ausführlich berichtet wird. Dabei wird Joachim Rudolph, einer der berühmten Fluchthelfer, den Besuchern persönlich von seinen drei Tunnelbauten berichten. Zwei davon befanden sich unter der Bernauer Straße, von denen als bekanntester Fluchttunnel der „Tunnel 29“ in die Geschichte einging. Durch ihn gelangten am 14. und 15. September 1962 insgesamt 29 Menschen in die Freiheit. Die Ereignisse rund um diesen Fluchttunnel wurden 1999 von SAT.1 unter dem Titel „Der Tunnel“ verfilmt. Joachim Rudolph wurde am 25. Dezember 1938 in Meseritz (Ostbrandenburg im heutigen Polen) geboren. Er wuchs in Ost-Berlin auf und erlebte persönlich den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sowie den Mauerbau am 13. August 1961. Nach seinem Abitur durfte er wegen „fehlenden politischen Engagements“ zuerst nicht studieren und absolvierte zunächst eine Lehre als Elektromontageschlosser im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide. 1959 konnte er dann doch ein Studium an der Verkehrshochschule in Dresden aufnehmen. Nach dem Mauerbau reifte der Entschluss, gemeinsam mit einem Freund die DDR zu verlassen. Im September 1961 gelang beiden die Flucht über das Tegeler Fließ durch die Grenzsperren nach Lübars im Norden West-Berlins. Dort angekommen, nahm er sein Studium wieder auf und schloss sich an der Technischen-Universität Berlin einer Gruppe von Studenten an, die an einem Tunnel unter der Bernauer Straße Richtung Ost-Berlin gruben, um Menschen aus der DDR zur Flucht zu verhelfen. Am 14. Und 15. September 1962 gelang hier 29 DDR-Bürger die Flucht in den Westen, weshalb er den Namen „Tunnel 29“ trägt. Joachim Rudolph beteiligte sich zudem am Bau von zwei weiteren Tunneln, die jedoch verraten wurden. Dabei wurden mehrere „Republikflüchtlinge“ sowie einige Fluchthelfer verhaftet. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden. Treffpunkt: Badstraße / Ecke Hochstraße, 13357 Berlin Weiterführende Informationen unter: https://www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/sonderfuehrungen/mauerdurchbrueche-rudolph.html ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

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